Kurz erklärt

Fragen zur kalten Progression.

Was die Zahl bedeutet – und was nicht.

Ist jede höhere Steuer nach einer Gehaltserhöhung kalte Progression?

Nein. Steigt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit real, ist die höhere Belastung Teil der normalen Steuerprogression. Kalte Progression bezieht sich nur auf den Anteil, bei dem eine Einkommenserhöhung Preissteigerungen ausgleicht und das Realeinkommen damit nicht steigt.

Kann ich meinen Bruttolohn eingeben?

Nein. Der Rechner wendet den Einkommensteuertarif direkt an und benötigt deshalb das zu versteuernde Einkommen. Vom Bruttolohn zum zvE führen unter anderem Werbungskosten, Vorsorgeaufwendungen, Sonderausgaben und weitere individuelle Positionen.

Ist das Ergebnis meine tatsächliche Lohnsteuer?

Nein. Angezeigt wird die tarifliche Einkommensteuer nach § 32a EStG in einer Jahresmodellrechnung. Lohnsteuerabzug, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Sozialabgaben und individuelle Steuermerkmale werden nicht berechnet.

Was bedeutet „reale Veränderung nach Steuer“?

Das neue zvE abzüglich tariflicher Einkommensteuer wird durch den Inflationsfaktor geteilt. So wird es in die Kaufkraft des Ausgangspunkts zurückgerechnet und mit dem ursprünglichen Betrag nach Steuer verglichen.

Warum kann der Effekt null sein?

Unterhalb des Grundfreibetrags fällt keine tarifliche Einkommensteuer an. Auch bei null Prozent nominaler Erhöhung entsteht in diesem Modell kein Progressionseffekt. Gesetzliche Tarifentlastungen zwischen verschiedenen Jahren sind im Konstanttarif-Modell nicht enthalten.

Unverbindliche Orientierung: Für persönliche Steuerentscheidungen und Bescheidprüfungen ist fachkundige Steuerberatung erforderlich.